Wo ich gerade den
Kommentar von Knuth lese, fällt mir doch glatt eine Story aus früheren Zeiten ein:
Wer Strausberg kennt, weiß sicherlich, dass es praktisch nur eine große Hauptstraße gibt, die sich kilometerweit durch die Stadt zieht. Schleichwege sind da kaum drin.
Und an diesem Abend wollte ich da lang. Vor mir eine kleine Kolonne von Fahrzeugen.
Das ist ja in der Regel auch nicht weiter schlimm. Irgendwann löst sich so was auf. Der Traktor oder das Pferdefuhrwerk biegt ja irgendwann mal ab.
In diesem Fall war das Pferdefuhrwerk so eine tiefergelegte Karre = cooler BMW mit abgesägten Federbeinen oder so.
Und der fuhr brav im Schritttempo über alle Bodenwellen. Manchmal, aber nur wirklich manchmal, war eine glatte Fahrbahn vorhanden, auf der die Dödelinsassen ihren BMW zu Höchstleistungen vorantrieben.
Wie gesagt, es war eigentlich ein vollwertiges Auto. Nur leider durch den Besitzer auf den Status eines Behindertenfahrzeuges zurückgestuft...
Und irgendwann konnte ich endlich überholen.
Grinsend, mit dem Wissen, dass man auf einer holprigen Straße auch 50 Km/h fahren kann, zog ich laut hupend an den Tiefergelegten vorbei.
Vielleicht hätte ich doch nicht hupen sollen. Ich habe sie wohl irgendwie verletzt.
An der nächsten roten Ampel waren sie hinter mir und...
... stiegen aus.
Die Gesten der beiden Insassen ließen nichts Gutes ahnen. Ich glaube, sie wollten mir auf den Mund hauen.
Da ich solche Art der Kommunikation fies finde, freute ich mich, dass es an der Ampel grün wurde und ich losbrausen konnte.
Auf der glatten Straße konnten die (wahrscheinlich auch kopfmäßig) Tiefergelegten gut mithalten. Das Rote in Ihren Augen konnte ich sehr gut im Rückspiegel beobachten.
Irgendwann wurde mir das zu blöd und ich hab versucht, diesen Tiefergelegten auch mal Straßen zu zeigen, die noch nicht so schön hergerichtet waren.
Sie versuchten dann, mir zu folgen. Aber das war dann wohl doch zu viel für sie. Oder ich war zu schnell.
du rowdy!