So.
Nun bekommen wir Neuwahlen. Also vorgezogene.
Was ich aber nicht ganz verstehe, was das bringen soll.
Der Bundespräsident hat in düsteren Farben ausgemalt, wie schlecht es um Deutschland steht.
In dem Punkt hat er sicherlich recht.
Nur:
Welche Partei ist denn fähig, Deutschland wieder voran zu bringen?
Die SPD hat es doch erst einmal vergeigt. Saubere Reformen waren das nicht. Allenfalls Stückwerk, welches dabei herausgekommen ist.
Reformen müssen mitunter wehtun. Das tragen sicher auch viele mit. Aber nur, wenn auch Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.
Das, was bei den letzten Reformversuchen herausgekommen ist, lässt so einige an der Sinnhaftigkeit derselben zweifeln. Irgendwie fehlt da das Licht am Ende des Tunnels...
Ach ja. Das war ja nicht die SPD alleine. Die Grünen haben ja auch noch mitgemacht. Müssen aber beim nächsten Mal auch nicht mehr. Können sozusagen auf die Auswechselbank.
Nun schielt alles auf die CDU. Vielleicht darf ja Westerwelle auch noch mitmischen...
Aber warum soll denn diese Partei der neue Hoffnungsträger werden?
Was können die, was die SPD vorher auch nicht besser verhackstückt hätte?
Und wer gibt uns die Garantie, dass die SPD als eventuelle Opposition nicht dasselbe macht, wie die CDU: nämlich alle Reformen ausbremsen?
Es ist schon nicht einfach mit solchen Neuwahlen. Der Horst meint, wir sollen von unserem Wahlrecht Gebrauch machen und legt uns im gleichem Atemzug die selben alten Lobbyisten zur Auswahl vor.
Das wird doch so nichts.
Interessant auch sein Satz: "Die bestehende föderale Ordnung ist überholt."
Da kann man schon ein bischen mitgehen. Nur wenn ich hier so was schreibe, dann gerate ich gleich ins Visier vom Verfassungsschutz...=8-O
Spaß beiseite.
Ich werde wahrscheinlich wählen gehen. Aber wen... weiß ich noch nicht.
Und um Deutschland wieder in die Gänge zu bringen, gibts einfache Rezepte.
- Steuerreform (kleine Steuer, keine Abschreibungsmöglichkeiten mehr, usw)
- Abschaffung der Länderhoheit (Die können sich ja gerne noch so nennen, aber in meinen Augen ist das ein Staat, da kann es nicht für einzelne Länder was extra geben. Wenn ich mir die Kleinstaaterei bei den Schulen ansehe, wird mir schlecht.)
Ich hab noch so einige Ideen im Kopf, aber bin jetzt zu müde, um sie aufzuschreiben.
Wir machen es einfach so:
Ihr ergänzt die Liste einfach um eure Reformvorschläge. Und bitte um Wahlvorschläge, was man denn nun wählen soll und warum.
Sonst geh ich am Ende doch nicht zur Wahl.
Weils ja alles sowieso nichts bringt...
Posted 07/22/05 by:
ixy -
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Zentrale der Macht
Politisches Statment: ixy fordert Ihre Leser auf:
Ihr ergänzt die Liste einfach um eure Reformvorschläge. Und bitte um Wahlvorschläge, was man denn nun wählen soll und warum.
Sonst geh ich am Ende doch nicht zur Wahl.
Weils ja alles sowieso nichts bringt...
Also...
22/07/05
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Kommentare
klar, man hackt ein paar vorschläge in den blog und schon hat deutschland neue rezepte. es geht uns schlecht - wir sitzen völlig verhungert am computer und haben hunger und durst dabei. mein tipp: erst mal auf dem teppich bleiben. nur nicht verrückt machen lassen. mein motto: nicht auf andere verlassen. "es gibt nichts gutes ausser man tut es!"
Eigentlich mache ich mich noch nicht verrückt. Aber wenn mir heute jemand die "Sonntagsfrage" stellen würde, dann wüsste ich echt nicht, was ich da antworten sollte.
Und was bitteschön, soll man deiner Meinung nach selber tun?
Soll ich meine eigene Partei gründen?
... ja, und mit all den Vorschlägen erstellen wir unser Wahlkampfprogramm, ziehen durch Deutschlands Städte, lassen uns wählen, regieren und müssen nie mehr arbeiten gehen :-)))
Mal im Ernst (Bauleiterin würde sich freuen: in ERNST?? - nur für die alte Fritzgemeinde): ich gebe Jens Recht, bei der Sonntagsfrage hätte ich ebenfalls erhebliche Probleme, wen wähle ich. Es muß sich grundlegend etwas ändern. Ich denke, wir sind die Generation, die da mal so richtig ins Gras beißen muß hinsichtlich grundlegender Veränderungen in unserer Gesellschaft.
Und was heißt, nicht verrückt machen, es sind noch nicht mal mehr 2 Monate bis zur Wahl! Da wird sich in der Parteienlandschaft auch nicht mehr viel ändern.
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