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Friday, 29.09.06
Wer sich für Bunkeranlagen interessiert, dem kann ich einen Besuch in Harnekop ans Herz legen.
Wir waren da letztens mal und ich fand das sehr interessant.
Nordöstlich von Berlin liegt, gut versteckt im Wald zwischen Werneuchen, Strausberg und Bad Freienwalde, auf einem riesigen Areal, eine heute leere Kasernenanlage. Vom nahegelegenen Ort Harnekop aus deutet nichts auf dieses Objekt hin. Nur Eingeweihte kannten den Weg. Keiner im Dorf ahnte, dass es sich bei dieser Anlage um eines der best gehütetsten Staatsgeheimnisse der ehemaligen DDR handelte: den Führungsbunker des Ministers für Nationale Verteidigung. Das dreietagige Bauwerk wurde zwischen 1971 und 1976 für die Führung der NVA im Kriegsfall gebaut. Dreißig Meter tief im märkischen Sand, ausgestattet mit damals modernster Technik, hätten hier bis zu 450 Menschen etwa einen Monat überleben können. Genau 95 Stufen führen in die Tiefe. Mehrere speziell gesicherte druck- und gasdichte Türen führen durch bis zu drei Meter dicke Aussenwände ins Innere des Bauwerkes.
Da der Bunker nach der Wende noch eine Weile in Betrieb war, ist auch noch viel von der alten Technik zu sehen. Man fühlt sich in die 70er Jahre zurückversetzt. Besonders dann, wenn man die Räumlichkeiten der Führungskräfte sieht, die mit den unmöglichsten Tapeten dekoriert waren. ;-)
Aber auch die noch vorhandene Rechentechnik ist sehenswert. Damals war das, was da verbaut wurde Hightech. Heute kann man mit 100 MB Festplattenstapeln wohl keinen mehr vom Hocker reißen.
Die Führung durch den Bunker war wirklich interessant. Dabei legte der Mann, der uns alles erklärte, sichtlich Wert darauf, die Geschichte der DDR nicht zu verklären, wie es so manch ältere Zeitgenosse gerne tut. War wirklich sehr sachlich und informativ gehalten.
Eins noch:
Auf der
Website der Bunkerbetreiber steht, dass es im Bunker ca. 12 Grad kalt ist. Dies sollte man bei der Wahl seiner Kleidung wirklich berücksichtigen. Zum Ende der Führung bibberten einige von uns sichtlich und waren froh, dass sie sich anschließend in der Sonne wieder aufwärmen konnten.
Weiterführende Links:
Homepage des Bunkervereins "Baudenkmal Bunker Harnekop e. V."
Google Map Kartenausschnitt
Thursday, 28.09.06
Ich glaube, dass ich bei meinem nächsten Einkauf bei Amazon auch dieses Buch in den Warenkorb legen werde:
Die Story hört sich richtig interessant an.
Fünf spontan eingelegte Gedenkminuten haben ihr Leben verändert, ein stummes Zeichen von Mitgefühl und Solidarität wurde ihnen fast zum Verhängnis. In dem Buch "Das schweigende Klassenzimmer" erzählt Dietrich Garstka die packende Geschichte seiner Abiturklasse, die dem Druck durch das SED-Regime widerstand, fast geschlossen aus der DDR flüchtete und im Westen eine neue Zukunft fand.
Ich finde es erstaunlich, dass die gesamte Klasse zusammengehalten hat.
Normalerweise findet man doch in fast jeder Gruppe von Menschen einen, der labiler ist als die anderen. Wo der Druck dann irgendwann zu groß wird.
Und mir kann keiner erzählen, dass so was Spielerei ist, wenn der weitere berufliche Lebensweg daran hängt.
(via
vowe)
Friday, 22.09.06
Beim Kind zieht schon so langsam die Werbung. Alles will sie haben. Besonders das, was so zwischen den Zeichentrickfilmen beworben wird.
"Papa, weißt du was ich gern haben möchte...?" fängt sie manchmal an. Und dann kamen die aktuell beworbenen Artikel.
Diese sind meistens genauso ein Tünnef, wie das Spielzeug bei McDonalds. Alles Schrott, der mir irgendwann die Mülltonne verstopft.
Letztens kam ja im Fernsehen "Die wilden Kerle". Haben wir geguckt.
Ich war zwar etwas sauer, dass man Kinderfilme auf den Samstagabend legen muß. Aber da bin ich wahrscheinlich schon zu alt und trauere immer noch der Zeit hinterher, wo der Samstagabend ein Familienfernsehabend war. So mit Kessel Buntes oder Wetten dass und so.
Naja der Film war gar nicht so schlecht. Und nach der Werbung äußerte das Kind den Wunsch, die DVD mit dem dritten Teil haben zu wollen. Logisch, dass dieser kurz vorher da beworben wurde...
Nun will man ja nicht ständig Rabenvater sein und ich bestellte den Film. Einen Gutschein von Amazon hatte ich ja auch noch.
Doch was tun, wenn der Wert des Gutscheines höher ist?
Da macht sich der Papa mal ein Geschenk:
Die Abrafaxe habe ich damals regelrecht "gefressen". Genauso wie die "Digedags". waren ja auch die einzigen Comics, die es so im Laden gab.
Und nachdem ich in dem Sammelband geblättert habe, bin ich wieder angefixt. Die andernen Teile werde ich mir wahrscheinlich so nach und nach auch noch holen. Zu schön ist die erinnerung an die Jugendzeit...
Thursday, 14.09.06
Hier gibt es eine sehr interessante Galerie von privaten Fotos vom Bau des Fernsehturms.
Ich bekomme schon beim hinsehen ein unangenehmes Kribbeln in der Magengegend. Solche Arbeitshöhen wären absolut nichts für mich:
(via
Yet Another Blog)
Vor 50 Jahren nahm IBM die erste Festplatte in Betrieb:
...Die kleiderschrankgroße Festplatte wog eine Tonne und konnte 5 MByte Daten speichern. 50 magnetbeschichtete Eisenplatten von 60 Zentimeter Durchmesser (24 Zoll) rotierten mit 1200 Umdrehungen pro Minute und machten zusammen mit den Kompressoren für die Lese/Schreibköpfe einen derartigen Lärm, dass die RAMAC-Operatoren nur mit Ohrenschutz arbeiteten. Die Festplatte kostete 10.000 DM pro Monat, denn das kostbare Stück wurde von IBM bis zum Auslaufen der Produktion im Jahre 1961 nur vermietet...(Quelle:
Heise Online)
Wednesday, 06.09.06
Manchmal frage ich mich, wie denn das Gehirn überhaupt arbeitet.
Da scheinen doch manchmal irgendwelche interne Relais zu klemmen.
Oder warum muss ich gerade das DDR-Lied aus meiner Kinderzeit vor mich hersummen:
Soldaten sind vorbeimarschiert
Im gleichen Schritt und Tritt.
Wir Pioniere kennen sie
Und laufen fröhlich mit,
Gute Freunde, gute Freunde,
Gute Freunde in der Volksarmee.
Sie schützen unsre Heimat
Zu Land, zur Luft und auf der See,
Sie schützen unsre Heimat
Zu Land, zur Luft und auf der See.
Gute Freunde, gute Freunde,
Gute Freunde in der Volksarmee.
Gelernt ist halt gelernt. :-)
Hatte aber auch eine schmissige Marschmelodie...
Update:
Hier könnt ihr mal reinhören.