Die Überschrift suggeriert vielleicht einen Beitrag über diejenigen, die unter diversen Stasipraktiken in der DDR zu leiden hatten. Doch die meine ich nicht.
Ich denke eher an die, die immer noch für ihre Vergangenheit verantwortlich gemacht werden.
Der Leiter des renommierten Berliner Adlon-Hotels hat seinen Posten aufgegeben. Der Schritt war die Konsequenz aus den anhaltenden Stasi-Vorwürfen, die gegen den 44-Jährigen erhoben wurden. Erstmals gab er zu, als IM "Benjamin" Spitzeldienste für die Stasi geleistet zu haben.(
Spiegel Online)
Kann das nicht langsam mal aufhören?
Nach über 15 Jahren sollte da doch irgendwann ein Schlußstrich gezogen werden. Ich kenne keinen Staat, derderart lange auf früheren Systemmitläufern herumgeritten ist.
Selbst in der BRD standen die Nazis kurz nach dem Krieg wieder in Lohn und Brot.
Heute ist derselbe Staat ein eifriger Verfolger der Stasileute. Warum nur? Kann das nicht einmal ein Ende haben?
Ich will das Unrecht durch dieverse Staatsorgane der DDR nicht verleugnen. Aber haben diese Leute nicht das Recht, irgendwann einmal einen Neuanfang zu wagen?
Müssen sie bis an ihr Lebensende unter ihrer Vergangenheit leiden?
Vergessen kann man sicherlich so manche Sachen nicht. Aber vergeben.
Laut
Presseportal begannen gestern in Magdeburg und Umgebung die Dreharbeiten zu einem Film über den Strausberger
Michael Gartenschläger.
Gartenschläger gründete in den 50er Jahren gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus Strausberg einen Ted-Herold-Fanclub. Wurde dafür und andere vermeindliche Straftaten 1961 zu lebenslänglicher Haft verurteilt und 1971 von der Bundesrepublik Deutschland freigekauft. 1976 starb er bei dem Versuch, eine Selbstschussanlage an der innerdeutschen (Staats-) Grenze abzubauen.
Da Ixy und ich geborene Strausberger sind, interessiert es uns, ob es Zeitzeugen gibt, die Michael Gartenschläger kannten oder sogar Mitglied des Ted-Herold-Clubs waren.
Wer Infos hat, einfach mal mailen. info[at]strausbergnet[punkt]de.
www.michael-gartenschlaeger.de
Wahrscheinlich würden die Menschen genausoviel Energie in die Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten stecken, wie in das ewiggleiche, allzuoft dümmlich-ahnungslose, halbstarke Geflenne über die Rundfunkgebühr, wenn die Nazis auch nen Fünfer im Monat kosten würden.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ausnahmsweise mal voll zitiert vom
Stackenblochen.