Die nachfolgende Geschichte spielt im Frühjahr des Jahres 2000, ich stand kurz vor meinem 19. Geburtstag und verspürte das dringende Bedürfnis das mit harter Zivildienstarbeit verdiente Geld gegen einen großen Stahlklumpen zu tauschen.
Relativ schnell war klar, dass es ein Audi 80 sein sollte. Aber davon gab es ja ein paar hunderttausend Exemplare von diesem Modell, aber nur eines sollte
mein Auto werden.
Erste Anlaufstelle war der lokale Autohändler. Und wie es der Zufall so wollte stand da auch ein in meinen Augen wunderschöner Audi 80 (silber, BJ 93, knapp 100TKM). Den musste ich haben. Da ich in Bezug auf Autotechnik ein absoluter Laie war griff ich auf meinen Schwager als Experten für die Probefahrt zurück.
Los ging's über die schier endlosen Weiten der heimischen Landstraßen. Mein Schwager hatte beschlossen, dass das Auto nicht wirklich ok sei und wir befanden uns auf der Rückfahrt. Bis plötzlich und vollkommen unerwartet auf gerader Strecke der Wagen den Dienst versagte, was an der mangelnden Betankung lag.
Vor Fahrtantritt hatte der Verkäufer noch versichert, für ne Probefahrt reicht es allemal. Das belegt wieder einmal, dass den Aussagen von Gebrauchtwagenverkäufern nicht unbesehen Vertrauen geschenkt werden kann. Zum Glück hat meine Schwester mir in weiser Voraussicht vor Fahrtantritt ihr Handy zugesteckt, so dass wir telefonisch beim Autohaus um Hilfe bitten konnten. Zur Erinnerung: Das Auto versagte den Dienst mitten auf der Landstraße, es war Frühjahr, Windig und Minusgrade herrschten vor.
Da das Auto dicht am Straßenrand stand mussten wir Wohl oder Übel außerhalb des Autos, den Naturgewalten ausgesetzt, auf Hilfe warten. Schon eine Viertelstunde später kam der Azubi des Autohauses an. Aber nur um zu schauen warum das Auto steht, Benzin hatte er keins dabei sondern nur ein Starthilfekabel, obwohl ich explizit gesagt hatte, dass der Sprit alle ist. Also mussten wir weitere 30 Minuten warten bis er mit einem Benzinkanister wiederkam. Während dieser Zeit konnten wir beobachten wie sich das Zeitintervall der Warnblinkanlage schrittweise bis zum völligen Exitus vergrößerte.
Als der Azubi mit dem Benzin wiederkam schaute er etwas blöd, als wir ihm eröffneten Starthilfe zu benötigen, da er das Starthilfekabel im Autohaus zurückgelassen hatte, grr. Das bedeutete für uns eine weitere halbe Stunde in der windigen Eiseskälte warten zu müssen.
Meine Schwester saß während der ganzen Zeit im warmen Autohaus, ließ sich bewirten und
sah hörte zu wie der Autoverkäufer richtig Rund gemacht wurde. Meinem Schwager und mir blieb nur übrig das Autohaus sowie sämtliche seiner Angestellten zu verfluchen während wir insgesamt anderthalb Stunden vor Kälte bibberten.
Falls es sich aus den Text noch nicht erschlossen hat: Ich habe weder das Auto gekauft noch weitere Dienste des Händlers in Anspruch genommen.
Das ist ein Beitrag von Flash(
Glühweinjunkies) zum dritten
JBC, über den ihr jetzt bis zum 01.04.06 abstimmen könnt.
Abstimmen(Glühweinjunkies.de):
| Option | Votes | % |
| Super! (8 Punkte) | 6 | 25 |
|
| Sehr schön (6 Punkte) | 7 | 29.2 |
|
| Gut (3 Punkte) | 6 | 25 |
|
| Naja (1 Punkt) | 5 | 20.8 |
|
Total votes: 24
Alle Beiträge zum Thema "Der Straßenverkehr und ich":
Autokauf, der erste Versuch (Glühweinjunkies.de)
Dreist überholt (Freshblogg.com)
Gegen den Trucker (mindtime-blog.de)
Getrunken (ullherr.de)
Lovestory (saschawegner.de)
Strassenverkehr? (rolli.blogg.de)tags:
jbc